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Besteht der Wert der Bildung darin, dass sie dem Menschen zur Orientierung
in seiner Welt verhilft, so trägt auch der Religionsunterricht
Wesentliches dazu bei, indem hier die Begegnung mit Inhalten und Werten
vornehmlich der christlichen Religion - aber auch anderer Religionen
- stattfindet.
Diese Begegnung findet auf zweierlei Art statt: Zum einen erkennen die
Schüler und Schülerinnen die Bedeutung christlich-jüdischer
oder von dieser Tradition mitgeprägte Werte, indem Probleme und
Situationen unserer Gesellschaft und des täglichen Zusammenlebens
betrachtet und diskutiert werden. Zum andern wird im Religionsunterricht
versucht, den Schülern und Schülerinnen einen Zugang zu einigen
grundlegenden biblischen Texten zu eröffnen.
Hier muss oft Übersetzungsarbeit geleistet werden, wenn wir diese
vor Jahrtausenden entstandenen Dokumente verstehen wollen; die oft als
fremd und abweisend wahrgenommenen Texte müssen zuerst vor dem
Hintergrund ihrer Entstehungszeit erklärt werden, bevor sie auch
zu uns sprechen können.
Begegnung wird hier verstanden als Auseinandersetzung, zu der die Schülerinnen
und Schüler ihre Zweifel und ihre Kritik, aber auch ihre Neugier
mitnehmen können. Zugleich gilt es offen zu sein für die kritischen
und produktiven Impulse, die uns die Religionen geben.
Der Religionsunterricht kann den jungen Menschen bei der Identitätssuche
begleiten und fördern, indem er Möglichkeiten der Sinngebung
und der Entfaltung unseres Menschseins aufzeigt.
Möchten Sie sich genauer über die Ziele des RU informieren,
so finden Sie die dem Rahmenlehrplan für Maturitätsschulen
entnommenen Richtziele des RU durch einen Klick auf die
nächste Seite.
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