Agenda

Website der Theatergruppe (verlässt die offizielle KSOe-Homepage)

Plakat

Texte über das Stück:
Begleittext von Anic
Warten mit Faust


KSOe

KSOe

KSOe

KSOe

KSOe

KSOe

KSOe

KSOe


Theater Weile mit Eile

 

 
Weile mit Eile oder Warten mit Faust

Thomas Stricker

Die renommierte Theatergruppe der Kantonsschule Oerlikon bringt mit "Weile mit Eile" ein beeindruckendes Drama auf die Bühne. Première ist am Freitag 23. März. Geschrieben hat das Stück die Maturandin Anic Fraefel.

Wer kennt es nicht, das Familienspiel "Eile mit Weile". Wer im richtigen Moment verweilt, das heisst wartet, gewinnt am Schluss das Spiel. Mit "Weile mit Eile" zeigt die junge begabte Theaterautorin Anic Fraefel eine Gesellschaft, in welcher auch das Warten in Eile zu geschehen hat, eine Welt, in der Zeit Profit bedeutet, Produktivität zum einzigen Lebenssinn zu werden droht.

Von der idyllischen Bar...
Dabei beginnt es fast idyllisch. Kleine Lebensgeschichten werden angedeutet: In Hopper's Bar trinkt Louise wie immer ihren Cappuccino; ein junges Ehepaar freut sich auf die Geburt ihres Kindes; eine junge Frau sucht den Geschäftsmann, der ihr einen Job versprochen hat; eine Mutter mit Kinderwagen wartet auf den Vater; zwei Obdachlose hocken vor ihrem Bier und warten auf... sie heissen Esti und Wladi.

...ins Labor des skrupellosen Professors
Doch hinter der Idylle stehen Schicksale und ein gewisser grössenwahnsinniger Professor Thomson mit seinem Labor. Ein kleiner Doktor Faust, der nicht zögert, der wissenschaftlichen Forschung alles zu opfern. Einige der Gäste aus Hopper's Bar geraten in seinen Einfluss... Und dann, im letzten Bild, ist die Bar-Idylle keine mehr, die Welt eine andere, einige der Gäste verändert; nur Esti und Wladi warten noch immer.

Erstaunliche Leistungen
Das Stück der jungen Anic Fraefel ist vom ersten Moment an spannend, die Geschichte - vielmehr die vielen kleinen Geschichten - werden in theaterwirksamen Dialogen und Situationen klar erzählt. Der Zuschauer verfolgt das Geschehen auf der Bühne in einem Wechselbad der Gefühle. Schon als Text wäre das Stück lesenswert. Sehenswert wird es durch das Spiel der Darsteller. Sie agieren auf der Bühne (Bühnenbild von Verena Renz) mit grosser Spielfreude und erstaunlicher sprachlicher und technischer Sicherheit. Hier macht sich die langjährige Arbeit der Theatergruppe mit ihrer Regisseurin Barbara Sidler bezahlt. Ihre Inszenierung des Stücks wird seinem reichhaltigen Inhalt gerecht, und den jungen Schülerinnen und Schüler gelingt es "spielend", nach der gemütlichen Ambiance der Bar, die brutale Labor-Welt des Professors überzeugend darzustellen.
Mit "Weile mit Eile" setzt die "Theatergruppe KSOe" ihre Tradition hoch stehender Inszenierungen fort. Ein eindrückliches Theatererlebnis ist garantiert. Das Stück "Weile mit Eile" von Anic Fraefel verdient ein zahlreiches Publikum.

KSOe