KSOe



Sommerkonzert 2004
 
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Zwei musikalische Delikatessen an der KSOe

Beim traditionellen Sommerkonzert zum Schuljahresabschluss wartete die KSOe dieses Mal mit zwei ganz besonderen musikalischen Delikatessen auf: Gespielt wurden Teile des Concertos für zwei Klarinetten und Orchester von Franz Krommer (Op. 35) und einige Highlights aus der Oper "Sir Lancelot vom See" der KSOe-Schülerin Katharina Gebauer (6a). Die Oper wurde, nach jahrelanger Arbeit, als Maturitätsarbeit vollendet und gewann einen Preis als eine der fünf herausragendsten Maturitätsarbeiten dieses Jahrs im Kanton Zürich.
Das Publikum in der gut gefüllten Aula der KSOe zeigte sich von den beiden Darbietungen begeistert und bedankte sich bei allen Beteiligten mit einem lang anhaltenden, frenetischen Applaus.

Concerto für zwei Klarinetten und Orchester von Franz Krommer

Es handelt sich bei diesem Concerto, von dem der erste Satz (Allegro) aufgeführt wurde, um ein fröhliches, brillantes, virtuoses Werk aus der Zeit der Klassik. So waren denn im ersten Teil dieses Konzertabends die Töne perlend und verspielt, und die beiden Solisten konnten sich dem Publikum als Meister ihres Fachs präsentieren. Dabei vollzogen die beiden Klarinettisten eine Art Stabübergabe: Harald Strebel, der 26 Jahre als Klarinetten- und Saxophonlehrer an der KSOe tätig gewesen ist, geht in Pension, Werner Meienberg tritt seine Nachfolge an. Begleitet wurden die beiden Solisten vom Schulorchester der KSOe, das für diesen Abend durch Instrumentallehrkräfte und externe Musikerinnen und Musiker verstärkt wurde.


"Sir Lancelot vom See" von Katharina Gebauer (6a)

Nach dem leichtfüssigen Beginn öffneten sich nun ganz andere Klangwelten: Die Stimmung wurde "dramatisch", geprägt von breitem Klang und vielen Tempo- und Stimmungsgegensätzen. Durch die Geschichte des "Sir Lancelot vom See", die aus dem mittelalterlichen Sagenkreis um König Artus stammt, führte erzählenderweise Roger Thommen. Die Musik ist im Stil der Hochromantik eines Richard Wagner gehalten. Der musikalische Leiter des Sommerkonzerts, Alois Heer, bemerkt zur musikalischen Substanz des Werks: "Sagenhaft!". Aus dem insgesamt dreistündigen Werk (Ouvertüre und vier Akte) wurden die Ouvertüre sowie einzelne Bilder aus dem ersten, zweiten und vierten Akt konzertant aufgeführt. Das verstärkte KSOe-Orchester und der, durch den Jugendchor des Opernhauses unterstützte, KSOe-Chor sowie die Solistinnen und Solisten (s. unten) waren durch das anspruchsvolle Werk gefordert, widmeten sich ihrer Aufgabe jedoch mit viel Engagement und zeigten sich ihr gewachsen.

Solistinnen und Solisten:
Sir Lanzelot - Hubert Saladin (Gesangslehrer an der KSOe)
Königin Ginevra - Katharina Gebauer (Schülerin der KSOe und Autorin der Oper)
König Artus - Dominik Auchli (Musiklehrer und Chorleiter an der KSOe)
Sir Gawan - Dominik Auchli
Sir Agrawain - Roger Thommen (extern)
Sir Iwein - Raphael Ritz (extern)
Fee Niniane - Rebecca Rüegger (extern, Jugendchor des Opernhauses)

Hofdamen:
Victoria Pfortmüller
Stephanie Ritz
MarieThérèse Albert
Susanne Krauer
(alle extern, Jugendchor des Opernhauses)